| ärntner Woche (22.8.2000) | ||||||
Artikel "Kärntner Woche" 9. - 22.8.2000, 5.Jahrgang, Nr. 30 Bürgerlich & weltoffenDer Papitsch in Klagenfurt hat nicht nur einen der schönsten Gastgärten der Stadt, sondern auch ein aufregendes Küchenangebot. Von Christian
Lehner
Nachfolge. Nachdem der Großvater in den Ruhestand trat, wurde das Gasthaus als Pachtbetrieb weitergeführt. 1985 übernahm Herbert Papitsch den Betrieb. "Ich habe mich immer bemüht, die Kärntner Tradition hochzuhalten", erklärt Papitsch, der als AHS-Lehrer tätig ist. Als Musiker stand er 15 Jahre lang auf der Bühne; unter anderem ist er Gründungsmitglied der Bluesbreakers. Erfolgreich. Unter Pächter und Haubenkoch Karl Kranerwetter war das Lokal zwischen 1986 und 1989 "sicher das beste Speiselokal in Klagenfurt. Gäste von Udo Jürgens bis zum Bundeskanzler gingen damals ein und aus", erzählt Papitsch stolz. Danach folgten 3 Jahre unter italienischer Führung; anschließend führte Andreas Jäger als erster das Lokal nach Papitschs Vorstellungen.
Garten. Im Sommer ist es vor allem der Gastgarten, der die Phantasie beflügelt. Viermal die Woche wird "im schönsten Gastgarten Klagenfurts" - so Papitsch - gegrillt, freitags mit Schwerpunkt Fisch. Weltenbummler. Ziegler-Plasil ist als Koch und Hotelmanager kein
unbeschriebenes Blatt: 14 Jahre in Südafrika, 3 Jahre in diversen
Club-Mediterranees, Hilton in Paris, Hiatt in Dubai, Marriott in Panama sprechen
für sich. Vor 7 Jahren kam er nach Klagenfurt und eröffnete mit dem Sansibar
Kärntens 1. Sushi-Bar. Zweimal die Woche gibt es im Winter auch im Papitsch die
berühmten japanischen Rohfisch-Spezialitäten. "In Südafrika habe ich von
Japanern die Kunst der Sushi-Zubereitung gelernt", erzählt der
Meisterkoch. Seine Philosophie: "Slow Food. Fürs Essen und Trinken soll
man sich Zeit nehmen." |