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Einer wie er ohne Wirtshaus, konnte das gutgehen? Nein, Reinhart "Raffi"
Raffeiner, der in Reichersdorf bei Klagenfurt jahrelang den Gästen
Ruccola und Carpaccio "beigebracht" und nach einer Übersiedelung in
die Innenstadt recht bald das Geschirrtuch geworfen hatte, feiert
ein Comeback. Wieder am Stadtrand, wieder in einem
Landgasthaus. Das ist sein Metier, da muss er sich nicht mit
Zufallsgästen, die seine herzlich-raue Art vielleicht nicht
mögen, herumschlagen. Nein, da kommen die Fans; und von denen hat er
genug.
Die schätzen Raffis Ansprache und Marias Küche. Fein mariniertes
Carpaccio (ab 6,50 Euro), Ruccola mit warmen Erdäpfeln und Speck
oder mit Schafskäse bzw. Mozzarella (5,20 Euro), die feinen
Tagliatelle mit Scampi (6 Euro), gebratene Garnelen (12,70 Euro)
oder perfekte Steaks (15 Euro), die auch wirklich medium auf den
Tisch kommen, wenn man sie medium bestellt, was ja in Österreich
eine Seltenheit darstellt. Vielleicht könnte das Angebot noch in
Richtung "Gemüsiges" erweitert werden (z. B. gegrilltes Gemüse).
Die Weinauswahl ist gut und fair kalkuliert, Achterln kosten ab 1,50
Euro, der Zweigelt von Leitner (3,50 Euro) ist eine gute Wahl.
Sonntags wird auch mittags gekocht, da gibt’s Klassiker wie
Backhenderl oder Kalbsbraten.
Nur auf den lauschigen Gastgarten müssen wir noch ein paar
kühle Monate warten.
(Stand 30. November 2003) |
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