| leine Zeitung 21.9.2004 |
Kurzfilmfest in der Scheune
Einer der Leitsprüche von Operntenor Walter Raffeiner ist: „Wir tun so, als ob die Realität normal sei.“ Dies ist zumindest seine Grundlage dafür, um mit Schauspielerfreund Hans Peter Boeffgen No-Budget-Kurzfilme zu drehen. Urkomisch und ursprünglich sind die Streifen, die der Sänger mit Geburtsort Klagenfurt am vergangenen Samstag erstmals in Kärnten präsentierte. Dafür suchte sich der gewichtige 57-Jährige eine Scheune aus, die bei seinem Bruder Reinhard – in der Gasthausszene als „Raffi“ bekannt – beim Gasthof Pappitsch steht.
„Für die Zuschauer mag es ein bisschen kühl sein, aber nach der Vorführung kann man ja ins Gasthaus gehen“, lautete die Überlegung des Sängers, der an der Frankfurter Oper engagiert ist. Dick eingepackt und innerlich durchs Lachen aufgewärmt, waren unter anderem begeistert: Kelag-Energiespender Gernot Jäger sowie Versicherungsprofi Wolfgang Gratzer.
